PARTNERTAGE 2019

WIEN 21. November 2019, 09:00 Uhr – 18:15 Uhr | Hotel Le Méridien, Robert-Stolz-Platz 1, 1010 Wien, Raum Flaming Red 1

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PC WEEKLY KW 42

Marktdaten / Marktüberblick

AKTIEN – USA

Einigung im Zollkonflikt USA-China näher denn je? Überraschend verkündete US-Präsident Donald
Trump am Freitagabend eine Teileinigung mit China. Nach 13 vorangegangenen
Verhandlungsrunden gibt es nun ein Abkommen, das u.a. geistiges Eigentum, Währungsfragen und
Finanzdienstleistungen umfasse. Auch die chinesische Seite spricht von „substanziellen
Fortschritten“. Laut US-Finanzminister Steven Mnuchin verzichten die USA auf die für kommenden
Dienstag geplante Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Mrd. USD von 25
auf 30%. China sicherte im Gegenzug zu, US-Agrargüter im Wert von 40 bis 50 Mrd. USD zu kaufen, wobei
es insbesondere um Sojabohnen und Schweinefleisch geht. Doch das ist erst ein Anfang. Beispielsweise ist
seitens Trump noch die Entscheidung über die für Dezember geplanten Zölle ausständig. Eine erste Etappe
könnte Mitte November unterzeichnet sein sobald sich Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping bei Asia Pacific Leader Summit in Chile treffen. Doch bis dahin kann sich noch viel ändern, denn
herausfordernd ist vor allem die zweite Phase, in der über den auf der schwarzen Liste der USA stehenden
chinesischen Telekom-Ausrüster, Huawei gesprochen wird. Ob das Tauwetter anhält bleibt somit
abzuwarten. Auf jeden Fall gab es an den Aktienmärkten bereits genügend Vorschusslorbeeren, was im
Falle der nächsten Eskalation wieder zu kräftigen Rückschlägen führen kann.

US-Verbraucher wieder optimistischer. Der von der Universität Michigan erstelle vorläufige Index
des US-Verbrauchervertrauens stieg von September auf Oktober von 93,2 auf 96 Punkte und lag
somit weit über den Erwartungen der Volkswirte, die sogar mit einem Rückgang auf 92 Punkte
rechneten. Auffällig war ein Rückgang der 5-Jahres-Inflationserwartungen auf den niedrigsten Level seit
1979 (2,2%)

Die Aktien von Cisco gerieten nach kritischer Analysteneinschätzung unter Druck: Goldman Sachs
stufte Cisco von Kauf auf Neutral zurück und reduzierte das Kursziel von 56 auf 48 USD. Die
Analysten sind der Meinung, dass sich das Investitionsumfeld weiter abschwäche, zumal sich der
Enterprise Activity-Index im September nochmals eintrübte. Auch Telekomkonzerne verhalten sich
vorsichtig in punkto Investitionen. Deshalb sind bei Cisco zukünftig niedrigere Bewertungen zu erwarten.

Gewinnerosion im dritten Quartal gewinnt an Dynamik: Im zweiten Quartal schrumpften die Gewinne
der S&P 500 Unternehmen bereits um 0,4% und im dritten Quartal wird sogar ein stärkerer Rückgang
um 4,6% (vorige Woche noch -4,1%) erwartet. Die ursprünglichen Erwartungen Ende Juni lagen bei
-0,6% – so die Daten von FactSet. Von den 113 Firmen des S&P 500, die einen Ausblick auf das 3. Quartal
2019 veröffentlichten, gab es 83 negative Perspektiven. Somit liegt deren Anteil mit 73% über dem 5-
Jahres-Schnitt von 70%. Im Gesamtjahr 2019 soll das Gewinnwachstum der S&P 500 Firmen nur noch bei
1,1% liegen, weshalb ein aktuelles 12-Monats-Forward-KGV von 16,6 (10-Jahres-Durchschnitt bei 14,8)
derzeit wohl etwas ambitioniert erscheint. Auf der anderen Seite wirken Niedrigzinsen entgegen.

AKTIEN – EUROPA

Brexit-Nachverhandlungen mit EU spießen sich: Am Wochenende ergaben die Gespräche zwischen
Großbritannien und der EU-Kommission noch keinen Durchbruch. Hauptstreitpunkt bleiben nach
wie vor Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Staat Irland. Diese sollten
vermieden werden können. Bis 31. Oktober bleibt nicht mehr viel Zeit. Sollte es noch eine Einigung
gäben, hätte Premier Johnson nur noch einen einzigen Tag bis 19. Oktober, um die Zustimmung des
Unterhauses einzuholen. Ansonsten muss eine Verlängerung der Brexit-Frist beantragt werden, der nur
bei neuer politischer Entwicklung seitens der EU zugestimmt wird. Je mehr ein geordneter EU-Austritt am
seidenen Faden hängt, desto größer könnte die Nervosität am Finanzmarkt werden.

Stoxx 600 Firmen leiden genauso wie die US-Unternehmen an Gewinn-Erosion. Das zeigen aktuelle
Daten rund um die Aktien des Stoxx 600 Index: Wuchsen im STOXX 600 Index laut Refinitiv die
Unternehmensgewinne im dritten Quartal 2018 bei 5,9% Umsatzwachstum noch um 14,4%, so sieht es ein
Jahr später wesentlich kritischer aus: Laut Schätzungen von Refinitiv sollten heuer im 3. Quartal die
Gewinne um 3,0% (vor einer Woche noch -2,2% erwartet) schrumpfen. Für das Gesamtjahr 2019 wird ein
moderates Plus von 2,1% erwartet

AKTIEN – SCHWELLENLÄNDER / ASIEN

Der Handelskonflikt mit den USA hinterlässt Spuren in Chinas Aussenhandelsbilanz: Im September
ging Chinas Exportvolumen unerwartet um 3,2% auf 218,1 Mrd. USD zurück und die Importe brachen
um 6,5% auf 178,5 Mrd. USD ein. Chinas Exporte in die USA sind um 21,9% gesunken und di Importe
um 15,2%. Hier macht sich aber auch die sinkende Inlandsnachfrage bemerkbar. Doch diese Daten
stehen hier etwas im Widerspruch zum jüngsten Caixin China General Manufacturing Einkaufsmanager-Index, der infolge höherer Produktion und Auftragseingänge im September den höchsten Stand seit Februar
2018 markierte. Inlandsaufträge laufen, während die Exportaufträge bereits im vierten Monat rückläufig
waren.

ANLEIHEN

Mit positiven Konjunkturerwartungen der US-Amerikaner und den Aussichten auf eine Lösung im
Handelskonflikt USA-China setzte bei Staatsanleihen der entwickelten Ländern zuletzt wieder eine
Gegenbewegung ein, zumal weitere Zinssenkungen der Fed teils umstritten sind. Die Fed hat am 18.
September erwartungsgemäß ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,75 bis 2,00% gesenkt.
Gleichzeitig intervenierte sie erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt. Dies beendete eine globale
Gegenbewegung am Bondmarkt. Das hält zwar das Zinsniveau kurzfristig in Schach, doch es ist nun
schon wieder viel Pulver verschossen. Gleichzeitig zeigt sich an den Arbeitsmärkten Europas und
der USA Personalknappheit. Laut CME Fedwatch Tool preisen die Futuresmärkte bis zur Fed-Sitzung
von 11. Dezember 2019 nur noch mit rund 57% Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung um 25
Basispunkte auf 1,50 bis 1,75% ein, während die Wahrscheinlichkeit gleichbleibender Zinsen mit
17% beziffert wird. Binnen einer Woche stieg die Rendite 10jähriger US-Treasuries bereits um 20
Basispunkte auf 1,73% und jene deutscher Bundesanleihen von minus 0,59 auf minus 0,46%.

Die am ICE BofAML US High Yield Master II Option-Adjusted Spread gemessenen Risikoprämien von
US-High Yield Corporate Bonds auf US-Treasuries sind vor einer Woche wieder angestiegen. Der
Konjunkturabschwung bereitet zunehmend Sorgen. Allerdings sorgten zuletzt die
Konsumentenumfragedaten der Universität Michigan für Erleichterung, weshalb binnen einer Woche
(bis 10.10.) sich der Spread wieder von 4,40 auf 4,26 Prozentpunkte einengte.

EDELMETALLE und ROHSTOFFE

Weizenpreis legte rund 5% zu: Die Ursache des Anstiegs liegt in bevorstehenden Schneestürmen in
den Anbaugebieten des mittleren Westens der USA. Die Gefahr eines vorübergehenden
Erntestillstands besteht. Auch muss die verspätete Aussaat und der Rückgang bei der
Pflanzenentwicklung mitberücksichtigt werden, was die Ertragsschätzungen der USDA nach unten
drücken könnte.

Der Goldpreis wurde seinem Ruf als Krisenschutzmetall gerecht und stieg an schwachen
Börsentagen immer wieder mal über den Stand von 1500 Punkten ehe an freundlicheren Tagen
häufig Rückschläge folgten, die sich jedoch in engen Grenzen hielten. Unterstützend wirkten
nämlich rückläufige Zinsen am langen Ende. Hingegen schwache Konjunkturdaten, vor allem aus China
drücken zeitweise auf den Platin-Preis, der jedoch statistisch betrachtet über hohes Aufholpotenzial verfügt.

WÄHRUNGEN

Das Britische Pfund zeigte sich in der Hoffnung auf eine Einigung in den Brexit-Verhandlungen
Großbritanniens mit der EU fester. Doch der Schein könnte trügen und im Falle eines steigenden NoDeal-Risikos droht Gegenbewegung. Wenig Bewegung herrschte indessen zwischen Euro und USD
sowie Euro und Schweizer Franken. Der Yen schwächte sich nach erfreulicheren Nachrichten zum
Handelskonflikt und der US-konjunktur wieder ab, während sich die Carry-Trade-Anlage-Währungen
Südafrikanischer Rand, Mexikanischer Peso und Russischer Rubel von ihrer festeren Seite zeigten.
Indessen stärker zum Euro eingebrochen ist auf die militärische Offensive der Türkei in Syrien die
Türkische Lira.

Diese WOCHE - worauf zu achten ist!

14.10.2019

EUR: Industrieproduktion;

15.10.2019

Deutschland: ZEW Umfrage Konjunktur EUR: ZEW Umfrage Konjunktur China: Verbraucherpreisindex USA: Quartalszahlen: Goldman Sachs, JP Morgan Chase & Co; Citigroup u. Johnson & Johnson

16.10.2019

EUR: Verbraucherpreisindex USA: Controlling des Einzelhandels, Einzelhandelsumsätze Quartalszahlen: Alcoa, Netflix, Kinder Morgan, Bank of America UK: Verbraucherpreisindex

17.10.2019

UK: Einzelhandelsumsätze USA: Philly Fed Herstellungsindex, Erstanträge Arbeitslosenunterstützung, Baubeginne, Baugenehmigung, Industrieproduktion Quartalszahlen: Dover, Philip Morris International, Morgan Stanley

18.10.2019

Japan: Nationaler Verbraucherpreisindex China: BIP, Industrieproduktion; Einzelhandelsumsätze USA: Quartalszahlen: American Express, Coca Cola, Schlumberger u. Weatherford UK: Brexit Gipfel des Europäischen Rates

Galt in der vergangenen Woche als positiver Markttreiber.

In der abgelaufenen Woche weder ein eindeutig positiver noch eindeutig negativer Markttreiber.

Galt in der vergangenen Woche als negativer Markttreiber.

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