PARTNERTAGE 2019

WIEN 21. November 2019, 09:00 Uhr – 18:15 Uhr | Hotel Le Méridien, Robert-Stolz-Platz 1, 1010 Wien, Raum Flaming Red 1

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PC WEEKLY KW 44

Marktdaten / Marktüberblick

AKTIEN – USA

Teileinigung im Zollkonflikt rückt näher: Laut US-Präsident Donald Trump laufen die Handelsgespräche mit China sehr gut. Bereits am 11. Oktober kam es zur einer Teileinigung zwischen China und den USA im Handelsstreit. Die USA verzichteten auf eine Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Mrd. USD von 25 auf 30%. China sicherte im Gegenzug zu, USAgrargüter im Wert von 40 bis 50 Mrd. USD zu kaufen, wobei es insbesondere um Sojabohnen und Schweinefleisch geht. Das Teilabkommen umfasst u.a. auch die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen. US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass er die Vereinbarung bis zum Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) am 16. und 17.November unterzeichne. Ein Ende des Handelsstreits mit China hätte für Trump folgende Vorteile: Trump
könnte damit wiedergewählt werden. Gilt er als Löser des Handelskonfliktes mit China, der ein wesentlicher Faktor des aktuellen Konjunkturabschwungs ist, stehen für ihn die Chancen gut, die nächste Präsidentschaftswahl zu gewinnen.

Auf Monatsbasis sind im September in den USA die Auftragseingänge für langlebige Güter um 1,1% eingebrochen, was den größten Einbruch seit Mai darstellt. Der Transportbereich verzeichnete dabei sogar einen Einbruch um 2,7% und die Nachfrage nach Passagierflugzeugen brach im September um 11,8% ein nach einem Minus von 17,2% im August, was die Krise der Boeing 737 Max widerspiegelt. Infolge eines Streiks bei General Motors entwickelte sich auch der Automobilsektor entsprechend (- 1,6%) rückläufig. Ohne volatilen Transportsektor lag der Auftragsrückgang der langlebigen Güter nur bei 0,3%. Auch aus der Vogelperspektive betrachtet befindet sich die Industrie auf Schrumpfkurs. In den ersten 9 Monaten 2019 steht auf Jahresbasis ein Rückgang der Auftragseingänge von 0,8% einem Zuwachs der Auslieferungen von 2,2% gegenüber.

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Oktober leicht aufgehellt. Das von der Universität Michigan veröffentlichte Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg von 93,2 auf 95,5 Punkte, lag aber knapp unter den Erwartungen der von Reuters befragten Volkswirte. Die Verbraucher bewerten ihre derzeitige Lage besser und blickten gleichzeitig zuversichtlicher in die Zukunft.

Im Wochenvergleich fast 10% im Plus ist Intel, die nach einem starken 3. Quartal die Prognose für das Gesamtjahr anhob und nun mit 71 Mrd. USD Umsatz rechnet (+1,5 Mrd. USD gegenüber den bisherigen Erwartungen). Vor allem die Bereiche Internet der Dinge und Autonomes Fahren entwickelten sich erfreulich.

Amazon.com enttäuscht im 3. Quartal und beim Ausblick: Zwischenzeitlich führten diese Infos am Donnerstag zu einem Rückschlag, doch die Nachricht, dass Amazon in der Lage war, sich für seine Streaming-Plattform „Prime Video“ über einen exklusiven Deal die Rechte an einer der beliebtesten Serien, nämlich „Friends“, sichern konnte, leitete wieder eine rasche Gegenbewegung ein. Konkret bedeutet dies nämlich, dass Konkurrenz Netflix jetzt verpflichtet ist, alle zehn Staffeln aus seinem Programm zu nehmen. Doch das ändert nichts daran, dass erstmals seit 2017 der Quartalsgewinn von Amazon zurückging. Hohe Ausgaben führten zu einem Rückgang um knapp 28% auf 2,1 Mrd. USD. Dabei konnte der Konzern aufgrund florierender Cloud-Dienste die Prognosen beim Umsatz (+24% auf 70 Mrd. USD) übertreffen. Investitionen in Logistik, um eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden zu ermöglichen und die Vorbereitung der Rabattschlachten „Black Friday“ und „Cyber Monday“ verschlingen viel Geld. Zu allem Überdruss war noch der Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft enttäuschend.

Gewinnerosion im dritten Quartal: Im zweiten Quartal schrumpften die Gewinne der S&P 500 Unternehmen bereits um 0,4%. Per 25. Oktober veröffentlichten 40% der S&P 500 Firmen bereits konkrete Zahlen zum 3. Quartal 2019. Davon veröffentlichten 80% der Unternehmen Gewinne über den Analystenerwartungen, in Grenzen. Im Schnitt liegen die Gewinne nur noch 3,8% über den Analystenerwartungen – ein Wert unter 5-Jahres-Durchschnitt. Sollten die Prognosen der Analysten eintreten, wird es noch enger, denn aggregiert man die bis dato veröffentlichten Gewinne, so liegt der Rückgang bei 3,7% – so die Daten von FacSet. Damit wären erstmals seit dem Zeitraum Q4 15 bis Q2 16 die Gewinne über 3 Quartale hinweg rückläufig. Angesichts aktueller Entwicklungen erscheint ein 12-Monats-Forward-KGV von 17 im S&P 500 überteuert.

AKTIEN – EUROPA

Anhaltende Unsicherheiten in der Brexit-Frage: Obwohl sich Frankreich noch querlegt, so ist eine Verschiebung des Brexit-Datums derzeit das wahrscheinlichste Szenario. Alles andere ist ungewiss. Sowohl May als auch Johnson erlitten als Premier eine Abstimmungsniederlage nach der anderen. Nun will Johnson das Parlament über Neuwahlen am 12. Dezember abstimmen lassen. Damit sollte sich die verfahrene Situation auflösen, doch es ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Ob Johnson auf Umwegen Neuwahlen per einfaches Gesetz erzwingen kann, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit bleibt und in der Bevölkerung werden die Stimmen gegen den Brexit zunehmend lauter. Was konkret passieren wird, kann derzeit niemand seriös vohersagen und könnte für Verunsicherung an den Finanzmärkten sorgen.

Stoxx 600 Firmen leiden genauso wie die US-Unternehmen an Gewinn-Erosion. Das zeigen aktuelle Daten rund um die Aktien des Stoxx 600 Index: Wuchsen im STOXX 600 Index laut Refinitiv die Unternehmensgewinne im dritten Quartal 2018 bei 5,9% Umsatzwachstum noch um 14,4%, so sieht es ein Jahr später wesentlich kritischer aus: Laut Schätzungen von Refinitiv sollten heuer im 3. Quartal die Gewinne vor allem wegen des schwachen Energiesektors um um 5,3% schrumpfen. Ohne Energiesektor wäre es ein Rückgang um 1,3%. Für das Gesamtjahr 2019 wird ein moderates Plus von 1,8% erwartet – Tendenz der Schätzungen fallend!

Diese WOCHE - worauf zu achten ist!

28.10.2019

USA: Chicago Fed Nationaler Aktivitätsindex Quartalszahlen: Alphabet, AT&T, Loews, Xerox, T-Mobile, EUR: EZB Präsident Mario Draghi spricht

29.10.2019

Japan: Tokio CPI USA: Verbrauchervertrauen Conference Board, S&P/Case-Shiller Hauspreisindex Quartalszahlen: Electronic Arts, Kellogg, Merck & Co, General Motors, Pfizer, Mattel, Mondelez

30.10.2019

EUR: Geschäftsklimaindex USA: Fed Zinssatzentscheidung u. FOMC Pressekonferenz; Persönliche Konsumausgaben; BIP annualisiert, Quartalszahlen: Bunge, Yum! Brands, General Electric, Starbucks

31.10.2019

Japan: BOJ Zinssatzentscheidung u. Prognosebericht, Geldpolitisches Statement EUR: BIP, Inflationsrate USA: BIP, Privatausgaben, Chicago Einkaufsmanagerindex, Erstanträge AL-Unterstützung Quartalszahlen: Altria, Clorox, Kraft Heinz, DuPont

01.11.2019

USA: Arbeitsmarktdaten (AL-Quote, Stundenlöhne, Beschäftigung, wöchentliche Arbeitszeit...), Markit PMI Produktion, Markit PMI Herstellung, ISM verarbeitendes Gewerbe Quartalszahlen: Colgate Palmolive, Exxon Mobil, Chevron

Galt in der vergangenen Woche als positiver Markttreiber.

In der abgelaufenen Woche weder ein eindeutig positiver noch eindeutig negativer Markttreiber.

Galt in der vergangenen Woche als negativer Markttreiber.

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