PARTNERTAGE 2019

WIEN 21. November 2019, 09:00 Uhr – 18:15 Uhr | Hotel Le Méridien, Robert-Stolz-Platz 1, 1010 Wien, Raum Flaming Red 1

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PC WEEKLY KW 43

Marktdaten / Marktüberblick

AKTIEN – USA

Teileinigung im Zollkonflikt mit China soll offiziell besiegelt werden: Am 11. Oktober kam es zur einer Teileinigung zwischen China und den USA im Handelsstreit. Die USA verzichteten auf eine Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Mrd. USD von 25 auf 30%. China sicherte im Gegenzug zu, US-Agrargüter im Wert von 40 bis 50 Mrd. USD zu kaufen, wobei es insbesondere um Sojabohnen und Schweinefleisch geht. Das Teilabkommen umfasst u.a. auch die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen. US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass er die Vereinbarung bis zum Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) am 1. und 17. November unterzeichne. Ob das Tauwetter anhält bleibt somit abzuwarten. Auf jeden Fall gab es an den Aktienmärkten bereits genügend Vorschusslorbeeren, was im Falle der nächsten Eskalation wieder zu kräftigen Rückschlägen führen kann.

US-Einzelhandel schwächelt: Zwei Drittel des BIP der USA fallen auf den privaten Konsum und der Einzelhandel ist hier ein wichtiger Indikator. Im September sind die Umsätze im US-Einzelhandel im Vormonatsvergleich erstmals seit Februar wieder gesunken. Allerdings sorgten die Autoumsätze für Verzerrungen. Im August stieg nämlich der Autohandelsumsatz um 1,9% gefolgt von 0,9% Minus im September. Ohne die Autoumsätze hingegen sanken die Gesamterlöse des Einzelhandels nur um 0,1%. In der einer Abschätzung des Konsumbeitrags zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum dienenden Kontrollgruppe stagnierten die Umsätze im September.

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia trübte sich im Oktober stark ein: Von September auf Oktober brach der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia von 12 auf 5,6 Punkte ein. Volkswirte erwarteten nur einen leichten Rückgang auf 6,4 Punkte. Auffallend Schwach war der Subindex für die bezahlten Preise, der von 33 auf 16,8 Punkte einbrach, während sich die Beschäftigungskomponente mehr als verdoppelte. Per Saldo kann diese als Jobwachstum ohne größere Inflationäre Risiken gesehen werden, wobei der konjunkturelle Einbruch nicht zu unterschätzen ist. Richtig kritisch wird es aber erst bei Werten unter Null Kontraktion). Der Philly-Fed-Index gilt als ein wichtiger Frühindikator der US-Produktion.

Coca Cola lieferte erfreuliche Zahlen zum dritten Quartal und der Aktienkurs liegt auf Wochenbasis 3,8% im Plus: Der Verkaufserfolg von „Zero Sugar“ ermöglichte ein organisches Umsatzwachstum um 5%. Insgesamt stiegen die Erlöse um 8% auf 9,5 Mrd. USD. Der globale Volumensabsatz von Zero Sugar-Flaschen stieg im laufenden Jahr um 14% und jener der Minidosen um 15%. Und es gibt Produktneuheiten wie Coca-Cola Plus Coffee mit Kaffeegeschmack oder Coca Cola Energy. Der Nettogewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 37% auf 2,59 Mrd. USD. Somit fielen die Ergebnisse besser aus als von Analysten erwartet und ein Kursdriver ist zudem ein optimistischer Ausblick.

Gewinnerosion im dritten Quartal gewinnt weiter an Dynamik: Im zweiten Quartal schrumpften die Gewinne der S&P 500 Unternehmen bereits um 0,4% und im dritten Quartal wird sogar ein stärkerer Rückgang um 4,7% (vorige Woche noch -4,6%) erwartet. Die ursprünglichen Erwartungen Ende Juni lagen bei -0,6% – so die Daten von FactSet. Per 18. Oktober veröffentlichten 15% der S&P 500 Firmen bereits konkrete Zahlen zum 3. Quartal 2019. Davon veröffentlichten 84% der Unternehmen Gewinne über den Analystenerwartungen, was den 5-Jahres-Schnitt übertrifft und die Kurse beflügelt. Doch das Ausmaß der Überraschungen lässt nach. Im Schnitt liegen die Gewinne nur noch 2,6% über den Analystenerwartungen – ein Wert unter 5-Jahres-Durchschnitt. Vier Sektoren sollten gemäß Erwartungen ein Gewinnwachstum im 3. Quartal erzielen können, davon vor allem Immobilien und Versorger. Hingegen Energie, IT und Grundstoffe gehören zu den sieben rückläufigen Sektoren. Angesichts aktueller Entwicklungen erscheint ein 12-Monats-Forward-KGV von 17 im S&P 500 überteuert.

AKTIEN – EUROPA

Anhaltende Unsicherheiten in der Brexit-Frage: Der Widerstand gegen den Brexit wächst.
Hunderttausende Demonstranten forderten in London ein 2. Referendum. Am Samstag zwang das Unterhaus Premier Boris Johnson zum Antrag auf eine Brexit-Verschiebung, denn bis zum 31. Oktober wird es zeitlich immer enger für eine tragbare Lösung vor allem in punkto Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Irland. Doch die EU-Mitgliedsstaaten entscheiden nicht sofort über den britischen Antrag, sondern werden noch untereinander beraten. Fazit. Die Zitterpartie geht weiter.

Die Industrieproduktion des Euroraums entwickelte sich im August 2019 auf Jahresbasis bereits den 10. Monat in Folge rückläufig, und zwar um -2,8% nach jeweils -2,1 bzw. -2,4% in den Vormonaten. Kritisch ist, dass im Euroraum die Produktion an Verbrauchs- und Investitionsgütern um je 2,0 bzw. 2,9% rückläufig war. Die wichtigen Industriestandorte Slowakei, Irland und Rumänien verzeichneten mit jeweils -8,1; -6,2 bzw. -6,1% die stärksten Rückgänge. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sich diese rückläufige Entwicklung in der Industrie auf den Arbeitsmarkt niederschlägt. Schon seit mehreren Monaten schlagen die Einkaufsmanager-Indizes sowohl in Europa als auch in den USA wegen der rapiden Verschlechterung der Situation des verarbeitenden Gewerbes Alarm.

AKTIEN – SCHWELLENLÄNDER / ASIEN

China verliert weiter an Wachstumsdynamik: Das BIP-Wachstum verlangsamte sich im 3. Quartal 2019 weiter auf 6,0%, während die von Bloomberg veröffentlichte Konsensschätzung noch von 6,1% ausging. Das Wachstum der Industrieproduktion lag im September zwar mit 5,8% über dem Konsens (4,9%), doch die Frage ist, wieviel davon wieder auf Halde produziert wird, denn das Absatzpotenzial
im In- und Ausland hält sich in Grenzen. Beispielsweise ging Chinas Exportvolumen im September unerwartet um 3,2% auf 218,1 Mrd. USD zurück und die Importe brachen um 6,5% auf 178,5 Mrd. USD ein. Da relativiert sich auch ein 7,8% Plus im Einzelhandel, das genau den Analystenerwartungen entspricht. Trotz Senkung der Mindestreservesätze durch die chinesische Zentralbank, Steuererleichterungen für Konsumenten und Unternehmen und staatlicher Infrastrukturprogramme gehen die Experten der LBBW für 2020 von einer weiteren Wachstumsabschwächung auf 5,7% aus.

ANLEIHEN

Wenig Veränderung brachte die abgelaufene Woche bei den Renditen für Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg lediglich um 2 Basispunkte von 1,73 auf 1,75%, während die Renditen deutscher Bundesanleihen von minus 0,46 auf minus 0,39% leicht anstiegen. Einer dezenten Aufwärtsbewegung unterlagen indessen Staatsanleihen aus Schwellenländern. Weltweit die Renditen in Schach halten niedrigere Öl- und Industrierohstoffpreise, was zu niedrigeren Inflationsraten führt. Entsprechend preisen die Futuresmärkte bereits 1 bis 2 Leitzinssenkungen der Fed ein. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75% liegt laut CME Fedwatch Tool für 11. Dezember 2019 bei 69,4% und 24,3% ist die Chance auf eine noch weitere Senkung im gleichen Ausmaß. In Europa bricht die Industrieproduktion weiter ein und mit Ausnahme der Dienstleistungspreise hält sich die Teuerung in engen Grenzen. Dies drückt auf das Renditeniveau.

Die am ICE BofAML US High Yield Master II Option-Adjusted Spread gemessenen Risikoprämien von US-High Yield Corporate Bonds auf US-Treasuries sind erneut rückläufig. Waren es vor über einer Woche die Konsumentenumfragedaten der Universität Michigan, die für Erleichterung sorgten, war es zuletzt der erfreuliche Auftakt zur aktuellen Earning Season. Binnen einer Woche (bis 17.10.) engte sich der Spread von 4,26 auf 4,00 Prozentpunkte ein.

EDELMETALLE und ROHSTOFFE

Der Hochlauf der Ölproduktion in Saudi Arabien verlief planmäßig. Das gesamte Drohnenmanöver wirft Fragen auf, denn eine zerstörte Ölinfrastruktur lässt sich für gewöhnlich nicht von heute auf morgen hochfahren. Doch die Konjunktur schwächelt und die Öllager füllen sich immer stärker. Das zeigten auch offizielle Öllagerdaten aus den USA

Der Goldpreis wurde seinem Ruf als Krisenschutzmetall gerecht und stieg an schwachen Börsentagen immer wieder mal über den Stand von 1500 Punkten ehe an freundlicheren Tagen häufig Rückschläge folgten, die sich jedoch in engen Grenzen hielten. Unterstützend wirkten nämlich rückläufige Zinsen am langen Ende. Hingegen schwache Konjunkturdaten, vor allem aus China drücken zeitweise auf den Platin-Preis, der jedoch statistisch betrachtet über hohes Aufholpotenzial verfügt

WÄHRUNGEN

Das Britische Pfund zeigte sich in der Hoffnung auf eine Verlängerung der Brexit-Frist und Einigung in den Verhandlungen Großbritanniens mit der EU erneut fester. Auf Monatssicht liegt das Plus bereits bei rund 4%. Doch der Schein könnte trügen und im Falle eines steigenden No-Deal-Risikos droht Gegenbewegung. Aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten und Anzeichen geringer Inflationsrisiken in den USA tendiert der US-Dollar zum Euro zunehmend schwächer – so auch in der abgelaufenen Woche. Ebenfalls schwächer tendiert der Yen, dessen Abschwächung mit erfreulicheren Nachrichten zum Handelskonflikt USA-China einsetzte. Die Carry-TradeAnlagewährungen Südafrikanischer Rand, Brasilianischer Real und Russischer Rubel zeigten sich zum Euro schwächer, während die Türkische Lira nach stärkerem Einbruch zu einer Gegenbewegung ansetzte.

Diese WOCHE - worauf zu achten ist!

21.10.:

China: Zinsentscheidung der Notenbank USA: Quartalszahlen: Xerox, Halliburton,

22.10.:

USA: Verkäufe bestehender Häuser Quartalszahlen: Biogen, Kimberly-Clark, United Technologies, Lockheed Martin, Harley-Davidson

23.10.:

Deutschland: Auktion 10-jähriger Staatsanleihen USA: Immobilienpreisindex, EIA Rohöl Lagerbestand Quartalszahlen: Boeing, Ford Motor, Caterpillar

24.10.:

EUR: EZB-Zinssatzentscheidung; Markit PMI Gesamtindex, Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe, Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, USA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung, Auftragseingänge langlebige Güter, Markit PMI Herstellung, Markit PMI Dienstleistungen, Markit PMI Gesamtindex; Nicht militärische Investitionsgüter Aufträge ohne Flugzeuge Quartalszahlen: 3M, Amazon.com, Intel, Raytheon, Northrop Grumman,

25.10.:

Deutschland: ifo – Geschäftsklimaindex Japan: Investitionen in ausländische Anleihen USA: Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen Quartalszahlen: Phillips 66, Weyerhaeuser, VF Corp, Goodyear Tire & Rubber, Illinois Tool Works,

Galt in der vergangenen Woche als positiver Markttreiber.

In der abgelaufenen Woche weder ein eindeutig positiver noch eindeutig negativer Markttreiber.

Galt in der vergangenen Woche als negativer Markttreiber.

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